Gremienarbeit

Das Betriebskonzept der XLeitstelle sieht die Mitwirkung verschiedener Gremien an der Arbeit vor. Dies sind in erster Linie der Lenkungskreis als Steuerungsgremium, in dem Vertreter der Bundesländer, des Bundes und seit März 2022 auch der Fitko mitwirken. Und die Expertengremien, die die konkrete Arbeit der XLeitstelle an Änderungsanträgen unterstützen.
Der Lenkungskreis tagt einmal jährlich.

Im Expertengremium XBau sind unter anderem Personen aus Bauministerien, Softwareherstellern, Baugenehmigungsbehörden, Architektenkammern aktiv. Das XBau-EG trifft sich einmal im Quartal zu einer zweitägigen Sitzung. Schwerpunkt dieser Sitzungen ist die Arbeit an Änderungsanträgen, die Ergänzungen und Korrekturen vorschlagen oder den Umfang des XBau-Standards erweitern.

Im Expertengremium (AG Modellierung) XPlanung arbeiten unter anderem Fachleute aus Planungsämtern, Softwarehersteller sowie weitere Beteiligte der Planungspraxis mit.
Die AG Modellierung trifft sich alle zwei bis drei Monate zu einer eintägigen Sitzung.

Weiterhin gibt es verschiedene kleinere Arbeitsgruppen, in denen spezifische Themen behandelt werden. Bei XBau sind dies in der Regel Zusammentreffen zur Bearbeitung einzelner Änderungsanträge, die zu umfangreich oder zu spezifisch für die Behandlung im Plenum sind..

Bei XPlanung werden nach Bedarf für spezifische komplexe Themen Unterarbeitsgruppen gegründet. Derzeit gibt es Unterarbeitsgruppen für die Themen „Enumerationen und Codelisten“, „Präsentationsobjekte“ „Signaturenkatalog“ und „Änderungen“

Diese Gremien verstehen sich nicht als geschlossene Gesellschaften, sondern sind (mit Ausnahme des Lenkungskreises) offen für alle Fachleute, die Interesse haben, sich aktiv in den Entwicklungsprozess der Standards einzubringen. Insbesondere für die Standards XBreitband und XTrasse sucht die XLeitstelle Mitstreiter, die in Sachen Tief- und Leitungsbau gerne Pionierarbeit leisten möchten.

 

Weiterhin ist die XLeitstelle in verschiedenen Gremien vertreten, die von anderen Organisationen betrieben werden. Dies waren oder sind bisher (Auswahl):

- AG XPlanung der kommunalen Spitzenverbände: Die Arbeitsgruppe besteht aus Fachleuten aus der kommunalen Praxis der Städte, Kreise und Gemeinden, Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, der „Leitstelle XPlanung/XBau“ als Koordinierungs- und Pflegestelle für die Austauschstandards beim Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg sowie Vertretern aus der Wissenschaft. Die Arbeitsgruppe hat die Handreichung XPlanung/XBau sowie den Leitfaden XPlanung für Kommunen erstellt. In der Arbeitsgruppe wird regelmäßig über die aktuelle Entwicklung in Sache XPlanung informiert. Mitstreiter sind herzlich willkommen.

- GDI-DE AK Geodaten: Im Arbeitskreis Geodaten der GDI-DE wird an einem Interoperabilitätskonzept für Geodaten gearbeitet. Unter "Interoperabilität" wird die Kombinierbarkeit von Daten bzw. die Kommunikation verschiedener Systeme unter Einhaltung gemeinsamer Standards verstanden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es gegenwärtig schwierig bis unmöglich ist, inhomogene Geodaten unterschiedlicher Anbieter zusammenzuführen. Für eine interoperable Datenbereitstellung müssen bestimmte Interoperabilitätselemente berücksichtigt werden. Diese Interoperabilitätselemente werden definiert, beschrieben und es wird eine Methodik erarbeitet, wie eine schrittweise Harmonisierung vorhandener Datenbestände und Datenmodelle realisiert werden kann. Weitere Infos hier.

- GDI-DE PG Registry: Eine Registry ist ein technisches Werkzeug für die Organisation und die Bereitstellung von fachlich und organisatorisch übergreifenden Informationen in Registern, um deren Einheitlichkeit sicherzustellen. Ziel der Projektgruppe ist es, die Defizite der GDI-DE Registry zu beheben und deren Nutzung zu verbessern. Weitere Infos hier.

- AG Technik Plan Digital / Task Force Plan Digital: PlanDigital ist die Digitalisierungsoffensive für raumbezogene planerische Fachdaten in Niedersachsen. Im Rahmen des GDI-NI Projektes PlanDigital werden Regionale Raumordnungsprogramme und Flächennutzungspläne in den Standard XPlanung überführt. Ziel des Projektes ist es, die Regionalen Raumordnungsprogramme (RROP) und Flächennutzungspläne (FNP) landesweit einheitlich im Standard „XPlanung“ digital bereitzustellen. In der AG Technik werden hierfür die (technischen) Grundlagen erarbeitet. In den Task Force Sitzungen werden offene Fragen bei der Umsetzung einzelner FNP mit den Gemeinden, Dienstleistern und Projektbeteiligten erörtert. Weitere Infos hier.

- OZG Steuerungskreis - Leistungsbündel Bauvorhaben 1&2: Das OZG-Themenfeld Bauen und Wohnen wird federführend von Mecklenburg-Vorpommern bearbeitet. Als Mitglied des Steuerungskreises beobachtet die XLeitstelle diese Entwicklung. Umgekehrt sind auch Teilnehmer aus MV im XBau Expertengremium vertreten.

- Kammerseitige Datenbank der Architekten- & Ingenieurkammern: Um die digitale Prozesskette durchgängig zu erhalten, haben die Architektenkammern eine Datenbank konzipiert und umgesetzt, die den digitalen Nachweis der Bauvorlageberechtigung ermöglicht. Dies geschah in enger Abstimmung mit der XLeitstelle, die an der zuständigen Ad-Hoc-Arbeitsgruppe beteiligt ist. Die XBau Spezifikation definiert den dafür erforderlichen Kommunikationsstandard.

- Forschungsvorhaben BIM-basierter Bauantrag: An der Ruhr-Universiät Bochum wurde zusammen mit dem LGV Hamburg und vielen anderen Projektpartnern ein Forschungsprojekt durchgeführt, in welchem untersucht wurde, welche Prüfprozesse im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren an Open-BIM Modellen durchgeführt werden können und wie XBau Antragsnachrichten automatisiert mit erforderlichen Informationen befüllt werden können.

 

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Bei Fragen zu den einzelnen Gremien und/oder Interesse an einer Mitwirkung kontaktieren Sie gerne die XLeitstelle (E-Mail: xleitstelle@gv.hamburg.de).