Aufnahme Planzeichen „Versickerungsbereich“ in SO_KlassifizWasserwirtschaft

XPLAN-452
  • 6.1
teilweise akzeptiert
  • SoPlan

Erweiterung der Enumerationsliste SO_KlassifizWasserwirtschaft mit dem Eintrag „12001 - Versickerungsbereich“

Mit den vorhanden Planzeichen ist es möglich, eine Versickerungsfläche festzusetzen bzw. im Plan zu verorten. Fachlich bezeichnet eine Versickerungsfläche jedoch nicht dasselbe wie ein Versickerungsbereich: Der Begriff Versickerungsfläche suggeriert die Festlegung einer flächenhaften Versickerung. Der Begriff Versickerungsbereich umfasst ein bestimmtes Areal, dessen Oberflächenwasser versickert wird, ob dies aber über Rigolen, Mulden oder Flächen passiert, wird noch nicht definiert. Da nicht immer klar ist, ob, wo genau und in welcher Form eine flächenhafte Versickerung tatsächlich zur Umsetzung kommt bzw. möglich ist, ist die Begrifflichkeit Versickerungsfläche missverständlich. Um hier zum einen eine unmissverständliche Möglichkeit zu haben, im Plan einen Versickerungsbereich räumlich zu verorten und zum anderen die offenere Formulierung nutzen zu können um die städischen Ziele hinsichtlich Schwammstadt und Klimaanpassung berücksichtigen zu können, ist es unerlässlich, dieses Planzeichen zu ergänzen.
Die Festsetzungen bzw. Ziele die über die Festsetzungen erreicht und beschrieben werden sollen sind nicht möglich.
 
 

Kommentare

Beschluss am 13.03.2025 in der 66. Sitzung: Der Antrag auf Aufnahme des Enumerationswertes „Versickerungsbereich“ in die Enumerationsliste SO_KlassifizWasserwirtschaft und „wasserdurchlässige Fläche“ für die Enumerationsliste XP_ZweckbestimmungGruen wird zurückgestellt bis das neues Modell der Landschaftsplanung vorliegt. Entsprechende Festsetzungen im Bebauungsplan sollen bis zur Klärung textlich erfolgen.

Beschluss am 01.10.2026 in der 72. Sitzung: Die Vorschläge der XLeitstelle wurden angenommen:

  • Einführung eines neuen, optionalen Enumerationsattributes wasserdurchlaessig in BP_GruenFlaeche, BP_NebenanlagenFlaeche und BP_GemeinschaftsanlagenFlaeche. Die entsprechende Enumerationsliste XP_Wasserdurchlaessigkeit gestaltet sich wie folgt:
Wert Langform Definition
1000 Wasserdurchlaessig Die Oberfläche der Fläche ist so beschaffen oder befestigt, dass anfallendes Niederschlagswasser auf der gesamten Fläche überwiegend versickern kann. Beispiele: unbefestigte Vegetationsflächen, Schotterrasen, Rasengittersteine, Kies- und Splittdecken.
2000 TeilweiseWasserdurchlaessig Nur Teile der Fläche oder nur ein Teil des anfallenden Niederschlagswassers können versickern. Beispiele: Kombination aus befestigten und durchlässigen Teilflächen, Pflaster mit geringem Fugenanteil.
9999 Sonstiges Eine Ausprägung der Wasserdurchlässigkeit, die von den anderen Werten nicht erfasst wird. Nähere Angaben in text.
  • Einführung eines neuen Feature Types LP_Niederschlagswasserbewirtschaftung, abgeleitet von LP_Geometrieobjekt (Paket LP_Kernaussagen_MB) (s. folgende Bilder). Konformitätsbedingung: Mindestens eines von bewirtschaftungsart, wasserAnlagenTyp, wasserdurchlaessigkeit oder ein Verweis auf ein LP_WasserInfrastruktur-Objekt ist zu belegen.

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