HE: Vorgaben für Verlinkung

XBAU-387
  • 2.7
in Arbeit
Mi., 08.07.2026 - 10:19
 
Di., 03.09.2024 - 14:10
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Die Übermittlung der Dokumente über (externe) Verlinkung ist besonders für große Dateien/Anträge interessant. Alle Fachverfahren und Antragsportale haben die Situation, dass sie mit mehreren Systemen im Kontext von XBau zusammenarbeiten.

Für den Übertragungsweg der Verlinkung gibt es außer der URI und den lockeren Vorgaben des Zugriffsschutzes keine Vorgaben. Das bietet Raum für jedes Digitalisierungsprojekt im Kontext des Bauwesens eine eigene externe Verlinkung zu definieren. Für Fachverfahrenshersteller und Antragsportale entstehen durch verschiedene Verlinkungsvarianten, die alle bedient werden sollen um die verschiedenen Projekte zu unterstützen, ein enormer Aufwand.

Der XBau-Standard sollte hier genauer definieren, wie die Verlinkung auszusehen hat. Auch sollte dabei bedacht werden, dass nicht nur Behörden große Dateien über ihr DMS zur Verfügung stellen möchten, sondern bereits Antragsteller im Rahmen des Antrags große Dateien an Behörden übermitteln müssen und der Weg über XTA-Attachments diese Last nicht aushält.

Lösungsvorschlag

Der XBau-Standard könnte definieren, dass die Verlinkung bspw. auf eine Schnittstelle verweist, über die das Hochladen und Herunterladen der Dokumente möglich ist. Der Standard könnte dabei abstrakt die Schnittstelle vorgeben (z.B. Zugriffsabsicherung durch Basic-Authentication, Response beim Hochladen enthält die URI, die in die Fachnachricht eingetragen werden muss und mit der das Dokument abgerufen werden kann).

Kommentare

EG24-04 12.11.2024

Bemerkungen:  

  • aus der Umsetzung ELBA liegen Erfahrungen vor zum Thema
  • Thema ist als XBau-Anliegen vertiefter zu erörtern, die technische Landschaft ist sehr vielfältig

CR Bearbeitungsart:

  • muss im Plenum gründlicher besprochen werden / unter breiterer Beteiligung verschiedener Arten von Herstellern

Bewertung:

  • Ergänzung bestehender Funktionalität
  • Meinungsbild EG: Thema ist weiter zu erörtern
  • Aufwand für EG: mittel bis niedrig
  • Aufwand Umsetzung im Standard: mittel bis niedrig

Status in Arbeit

EG25-02 07.05.2025

Diskussion

  • Abzusichern. Mechanismus der Verlinkung ist aus technischer Sicht von Vorteil, das ist unstrittig / es kommen dann aber eine Vielzahl von Fragen auf, wie die Identität von Primärdokumenten (über Versionen hinweg) abgesichert und nachvollziehbar gemacht werden kann (nicht zuletzt im Interesse von Revisionssicherheit)
  • Authentifizierung. Vorschlag des Antragstellers: ggf. sind Authentifizierungsmechanismen (Basic Auth wird hier beschrieben = https://swagger.io/docs/specification/v3_0/authentication/#describing-security ) zu benennen in der XBau-Nachricht, oft genügt “die vorhandenen Mechanismen sind zu nutzen”
  • ELBA. Verlinkunsmechanismus wird verwendet: in der Schnittstelle EfA-ELBA: (1.) Nachricht Prüfbericht plus ggf. die bautechnischen Unterlagen an die BAB) - Authentisierung und Ablage der Primärdokumente findet auf ELBA-Seite statt; (2.) User in der BAB wählt dann aus einem Ordner die für ihn relevanten Dokumente
  • Anwendungsfälle. Dieser Verlinkunsmechanismus kann besonders auch für Anwendungsfälle bei innerstädtischen Beteiligung (z. B. Feuerwehr) relevant sein. Beispiel Verkehrsunternehmen: mögllicherweise wird es in der Zukunft direkte XBau-Kommuniaktion ohne Bauportal geben (das wäre dann keine innerbehördliche Kommunikation)
  • In EfA ist der Einsatz der Verlinkung zurzeit nicht geplant
  • Umsetzung des CRs sollte ggf. nicht zu XBau 2.6 erfolgen (es liegt kein Leidensdruck vor, ist eher ein Innnovationsthema)

Es soll eine AG die Rahmenbedingungen der Infrastruktur klären, die für den vorliegenden CR benannt werden müssen.

Status in Arbeit

EG25-02a 24.06.2025

Es ist eine AG geplant, die den vorliegenden CR mit seinen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen besprechen und seine Umsetzung prüfen soll.

Der CR ist nicht für XBau 2.6 eingeplant.

EG26-02 22.04.2026

Aktuelle Erkenntnisse aus der Praxis:

  • Bauaufsichtsbehörden in HE, die als IT-Fachverfahren OTS nutzen, setzen diese Infrastruktur und XBau-Funktionalität schon heute ein. Dies bewährt sich für Bauanträge mit umfangreichem Material, welches mit dem Antrag einzureichen ist
  • Auch im Kontext des Efa-Service besteht Interesse, die Übermittlung bzw. Bereitstellung von Bauvorlagen effizienter zu gestalten.
  • Die technische Effizienz wird in der Übermittlung besonders dadurch verbessert, dass die base64-Kodierung aller Primärdokumente an der XTA-Schnittstelle vermieden wird, wenn der Verlinkungsmechanismus gewählt wird.

Das Thema soll gezielter verfolgt werden im Vorfeld des EGs Ende Juni 2026.

  • Eine technisch orientierte Arbeitsgruppe soll die beiden Aspekte besprechen, “Vorbedingungen in der Infrastruktur” und “Funktionaliät an der XBau-Schnittstelle” (siehe Datentyp AnhangOderVerlinkung).
  • Bei dem Treffen soll auch aus HE (SaasCom) berichtet werden. Mit den Efa-Vorstellungen soll abgeglichen werden.

Status in Arbeit

Abstimmungstermin zu technischen CRs (15.06.2026)

Erkenntnisse:

  • Die Problematik wird von allen geteilt
  • Eine Lösung, die in der kommunalen Landschaft abgebildet werden kann, ist nicht machbar.
  • Hier wäre eine Problemskizze sinnvoll. Die ggf. weitergereicht werden könnte, z.B. an Fitconnect
  • Ggf. könnte die Spezifikation mit Beispielen angereichert werden, wie so etwas aussehen könnte

Aufgaben:

  • Init beschreibt die Problemlage und die ungeklärten Fragen in einem separaten Dokument
  • Dieses Dokument wird in dieser Runde geteilt
  • Die Thematik wird dann entweder noch mal in dieser Runde besprochen oder im EG 26-04

Problembeschreibung

Es gibt zwei Wege, Beteiligten im XBau-Verfahren Dokumente zukommen zu lassen:

  1. als Anhang der XBau-Nachricht, Base64-codiert
  1. als Link zu einem in einem Speichersystem abgelegten Dokument

Variante 1

Erweist sich oft als ungeeignet:

  • im Prinzip lassen sich, zumindest unter Nutzung des OSCI-EFFI-Formats, auch größere Datenmengen (im GB-Bereich) übertragen, in der Praxis funktioniert dies schon ab 600-700 MB nicht mehr stabil
  • Daten müssen jeweils an jeden Adressaten, der damit arbeiten muss, separat übermittelt werden, was einen unnötig hohen Datenverkehr verursacht
  • einige Dokumente sind definitiv zu groß für diesen Übertragungsweg (z.B. Brandschutzkonzepte von 10-12 GB)

Variante 2

Wird allgemein als sinnvoll und zielführend angesehen, es gibt bezüglich der Behandlung in XBau aber Probleme:

  • Es wird nicht unterschieden zwischen behördeninterner Zusammenarbeit und Beteiligung behördenexterner Stellen (Prüfingenieure, TöBs etc.).
  • Es fehlen Angaben zum Zugriffsschutz (Art/Vertrauensniveau der Authentifizierung) und zum Prozess der Zugriffserteilung.
  • Es wird Unveränderlichkeit der bereitgestellten Dokumente gefordert, aber keine Lösung zur Implementierung festgelegt.

 Technische Aspekte und Probleme bei der Verlinkung

  • Verlinkungen werden bereits von verschiedenen Behörden und Herstellern verwendet; die Möglichkeiten, Einschränkungen und Prozesse sind aber unterschiedlich.
  • XBau als Standard soll und kann sich nicht in bestehende Implementierungen einmischen.
  • Es sollte vermieden werden, dass sich Beteiligte zusätzlich authentifizieren müssen, obwohl für das Kommunikationsszenario bereits ausreichende Zugriffsrechte bestehen (z.B. bei Behörden, die im gleichen E-Akte-System arbeiten).

  

Es müssen verschiedene Kommunikationsszenarien unterschieden werden:

 Offene Fragestellungen

  • Wie genau können/müssen Zugriffsrechte vergeben werden (dateigenau, verzeichnisgenau, gröber)?
  • Wie genau können/müssen Zugriffberechtigte definiert werden (Einzelpersonen, Interne/Externe, andere Klassifikationen)?
  • Wie kann Unveränderbarkeit sichergestellt bzw. Versionierbarkeit umgesetzt werden?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass die Dokumente vollständig und unversehrt im Datenspeicher abliegen?
  • Welche Vorgaben können/müssen gemacht werden bezüglich Gültigkeit des Links, Löschung der Dokumente im Downloadbereich?
  • Wäre ein Datenspeicher beim jeweils angeschlossenen Portal eine Lösung? Ggf. könnte das auch für den Scope Dateien vom Antragsteller genutzt werden (nicht Gegenstand dieses CRs).
  • Ist es möglich, dass mit der Ablage auf dem Server die Dokumente automatisch an den Empfänger übertragen werden können?
  • Hängt der Speicherort mit dem Zugriff und der Authentisierung zusammen?

EG26-03 30.06.2026

Die bisherigen Ergebnisse zu diesem CR wurden vorgestellt.

Erkenntnisse aus der Diskussion im EG: 

  • Ziel ist es, dass alles automatisiert ablaufen kann
  • In manchen Bundesländern (z.B. Hessen) gibt es bei XTA nur einen Server. Hier treten dann eher Fehler auf.

Die Fragestellungen werden den Teilnehmenden des EGs zugeschickt.